Jeder findet einen Platz …

… oder, etwas offener ausgedrückt, „es ist genug für alle da“! Diese Behauptung steht im krassen Gegensatz zu der Meinung, es sei immer von allem zu wenig da und jede und jeder müssten ständig um ihren Anteil mit allen anderen konkurrieren. Diese Sichtweise hat sich seit mehr als 100 Jahren in fast allen Bereichen der Gesellschaft und Wissenschaft durchgesetzt und ist die Grundlage für Marktwirtschaft und Kapitalismus. Ist doch der Markt per definitionem ein Instrument zur Allokation KNAPPER Güter, wären diese nicht knapp, bräuchten wir gar keinen Markt.

Ein Spiel, dass diese Situation der Knappheit und der Konkurrenz ideal veranschaulicht ist die allgemein bekannte „Reise nach Jerusalem“ – schon der Name des Spiels sollte eigentlich nachdenklich stimmen …

Bei diesem Spiel gibt es immer einen Stuhl weniger als Mitspielende, es müssen also alle schauen, dass sie einen Stuhl ergattern, wer keinen bekommt, bleibt übrig und scheidet aus. Eine kleine Änderung der Spielregeln – und schon kann das Spiel zum Ausgangspunkt von Erfahrungen und Reflexionen werden, wie sich das Denken und Verhalten von Menschen ändert, wenn sie die Angst verlieren, weil sie sicher sein können, dass jeder einen Platz findet.

Nachzulesen in diesem großartigen Artikel von Christian Schorsch in der Oya. Besser kann man Commons nicht erklären und erlebbar machen!

Credits für das Artikelfoto an artaxerxes (CC BY-SA 3.0)

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